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Das sind wir

Unsere Geschichte

"Unsere Verbindung wurde im Jahre 1958 deshalb gegründet, damit im Wilhemsstift selbst unter Freunden Gemeinschaft entsteht, ohne die man auf Dauer zugrunde geht. Zum anderen war es uns damals als Gründer wichtig, die Verbindung zwischen Wilhelmsstift und 'draußen' intensiver werden zu lassen. Man muß auf Menschen zugehen können; man sollte gute Freunde haben (in guten und in schlechten Zeiten!); man braucht im Alltag Feste, die wieder motivieren und stärken; sich nicht aus dem Auge verlieren, den Weg miteinander gehen...

Das kannst Du auch hoffentlich auch heute noch in unserer Verbindung erleben, bzw. einüben." 
 

- Grußwort Paul Gindele, Gründungssenior, zur Veröffentlichung des Enchiridions 1994.

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Die Gründungszeit der konfessionellen Corporationen und Verbände wird der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zugeordnet. Soziale, gesellschaftliche und politische Umstände führten zu diesen Gründungen und beeinflussten die weitere Entwicklung. 

Die Tübinger Theologengesellschaften und ihre Geschichte stellen dabei einen ganz bestimmten zeitlichen, geistesgeschichtlichen und ideellen Raum von ca. 180 Jahren dar. Sie stehen seit jeher an einer Schnittstelle von zwei Binnenwelten: das säkuläre studentische Korporationswesen und die diözesankirchliche Einbettung. 

Die drei Vorgängerverbindungen der AV Albertus Magnus die Danubia, Hercynia und Guelfia wurden 1936 im Zuge der NS-Diktatur zwangsaufgelöst. 

Bereits nach Ende des Zweiten Weltkriegs wurde darüber nachgedacht, die alten vorkrieglichen Verbindungen zu reaktivieren, was aber an Vorbehalten des Bistums und der Hausleitung scheiterte. Erst mit Hilfe des ehemaligen Direktors des Wilhelmsstifts und späteren Weihbischofs Wilhelm Sedlmeier gelang es am 30. Mai 1958 die Tradition der Konviktsverbindungen fortzusetzen.

 

Es gründete sich die siebte Theologengesellschaft, die sich nach dem Schutzpatron der Studierenden, dem Heiligen Albert dem Großen, benannte.

Zunächst war die AV Albertus Magnus, wie ihre Vorgänger, nur für die Diözesantheologen des Wilhelmsstifts bestimmt.

Mit der Lockerung der Regeln und der Öffnung des Wilhelmsstifts nach außen in den 1960/1970er Jahren wurden auch katholische Laientheologen zugelassen, Mitte der 1990er schließlich auch Student:innen.

Die AV Albertus Magnus ist heute eine lebendige und vielfältige katholische Studentenverbindung, die Studierende aller Fachrichtungen willkommen heißt. Ihr Zuhause hat sie weiterhin in den Katakomben des ehrwürdigen Wilhelmsstifts.

Unsere Mitglieder prägen nach ihrem Studium die unterschiedlichsten Berufsfelder in Kirche, Theologie und Gesellschaft – als Priester und Pastoralreferent:innen, Lehrer:innen, Sozialarbeiter:innen, Ärzt:innen und in vielen weiteren Bereichen.

Geprägt vom Lebensbundprinzip "Deo et Amico" verstehen wir unser Engagement nicht nur als studentische Gemeinschaft, sondern auch als bleibende Verantwortung: füreinander, für die Kirche und für die Gesellschaft, in der wir leben.

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